Wie Pessimisten deine Motivation gefährden

Pessimisten

Nörgler, Schwarzseher, Bedenkenträger: Wenn du eine Idee hast, ein Projekt planst oder ein Risiko eingehen willst, stehen sie schon Schlange. Mit gut gemeinten Ratschlägen und expliziten Warnungen. Wappne dich, damit deine Motivation nicht leidet.

Dies ist der dritte Teil der Artikelserie zu den größten Hürden, die einem auf dem Weg begegnen, mit einem neuen Projekt durchzustarten.

Übersicht:

1. Beitrag
– Einleitung: Warum sich das Überwinden der Hürden lohnt
– Hürde 1: Du wartest auf die ganz große Ide

2. Beitrag
– Hürde 2: Du wartest auf den perfekten Moment

3. Beitrag (den liest du gerade)
– Hürde 3: Dein Umfeld hat Bedenken

4. Beitrag
– Hürde 4: Du hast Angst vor dem Scheitern

Hürde 3: Dein Umfeld hat Bedenken

Eigentlich geht es in dieser Artikelserie ja um die Hürden der SELBSTmotivation. Was hat also das Umfeld damit zu tun? Es stimmt auch, dass sich erfolgreiche Menschen und Selbststarter unter anderem dadurch auszeichnen, dass sie eben nicht auf Motivation durch Dritte warten, sondern in der Lage sind sich selbst zu motivieren.

In seinem Bestseller der Führungsliteratur Führen Leisten Leben* nennt Fredmund Malik die Selbstmotivation durch mentale Selbstbeeinflussung eine „Voraussetzung für physische und psychische Höchstleistungen“.

Und dennoch: So ganz ohne Feedback, Rückmeldung und auch Kritik der Menschen um uns herum kommen wir natürlich nicht aus.

Im Gegenteil: Studien der Neurobiologie zeigen, dass soziale Gemeinschaften und gelingende Beziehungen mit anderen Individuen natürliche Ziele unserer körpereigenen Motivationssysteme sind.

In Prinzip Menschlichkeit* schreibt Joachim Bauer dazu:

„Kern aller Motivation ist es, zwischenmenschliche Anerkennung, Wertschätzung, Zuwendung und Zuneigung zu finden und zu geben. Wir sind – aus neurobiologischer Sicht – auf soziale Resonanz und Kooperation angelegte Wesen.“

Umgeben von Bedenkenträgern

„Sobald ein Optimist ein Licht erblickt, das es gar nicht gibt, findet sich ein Pessimist, der es wieder ausbläst.“ (Giovanni Guareschi)

Hier liegt nun das Problem: Wer ein neues Projekt angeht, wer etwas wagt, wer sich zum Beispiel selbstständig macht oder seinen Job kündigen will, wird von allen Seiten Ratschläge bekommen. Die berühmten „gut gemeinten“.

Doch das sind oft die schlimmsten. Denn Sicherheit geht eben doch oft vor Freiheit. Und Gleichheit geht leider viel zu oft vor Individualität und Kreativität. Diese Mentalität der Bedenkenträger und Pessimisten ist weit verbreitet in unserer Gesellschaft.

Jemand, der seine Stärken entdecken und entfalten, eine neue Idee entwickeln oder sich selbstständig machen will, verlässt die Komfortzone. Man hebt sich von der breiten Masse ab, verhält sich nicht konform, passt nicht mehr ins Raster.

Schon in der Schule gilt als talentiert, wer „mitmacht“, nicht wer selbstständig denkt.

Andersartigkeit, Talent, Begabung. Das macht die Menschen unsicher. In einem genialen Artikel hat Wolf Lotter dieses Phänomen des Kampfes einer konformistischen Gesellschaft gegen Talente beschrieben.

Wie so oft gilt die wichtige Erkenntnis: Nicht alles, was die breite Masse sagt und denkt, ist richtig. Du musst nicht das Leben leben, das Andere von dir erwarten – lebe das Leben, das du dir wünschst!

Natürlich brauchst du auf dem Weg, ein neues Projekt zu starten, Mitstreiter, Unterstützung und auch konstruktives Feedback und Kritik.

Leider werden immer wieder Menschen auftauchen, die ausschließlich schwarzsehen, nörgeln und kein gutes Haar an deiner Idee lassen. Für den Umgang mit diesen Pessimisten gibt es ein paar Tipps:

Strategien zum Umgang mit Nörglern und Pessimisten

  • Feedback filtern: Die Kunst liegt darin, die Rückmeldungen zu deinem Vorhaben nach Relevanz zu filtern und nur die Punkte an dich heranzulassen, die für dich wichtig sind und dir auf deinem Weg helfen.
  • Die Richtigen fragen: Du hast es selbst in der Hand, mit wem du ausführlich über dein Projekt sprichst. Such dir bewusst die Menschen aus, die dich unterstützen und fördern. Dabei sind natürlich auch kritische Stimmen hilfreich – wenn sie konstruktiv sind und dich weiterbringen.
  • Nicht persönlich nehmen: Siehe Kritik immer als Kritik an deinem Projekt, nicht an dir persönlich. Zudem hat dein Gegenüber ein Recht auf seine eigene Meinung – und genauso hast du das Recht, die Kritik nur soweit anzunehmen, wie sie hilfreich für dich und deine Idee ist.
  • Kontern: Vielen Nörglern kannst du die Luft aus den Segeln nehmen, indem du mit etwas Positivem oder auch Humor konterst.
  • Konfrontieren: Du kannst dem Nörgler nicht ausweichen – zum Beispiel weil es sich um einen engen Freund oder ein Mitglied der Familie handelt? Dann sprich ihn oder sie ganz direkt darauf an, wie die Kritik und das ständige Nörgeln bei dir ankommen. Vielleicht bekommst du zunächst eine gereizte Antwort oder so etwas wie „Ich will doch nur dein Bestes“ zu hören – bestimmt denkt dein Gegenüber aber darüber nach und wird sich hoffentlich in Zukunft etwas zurückhalten mit der pessimistischen Sicht.

Mit dem Feedback Anderer kommst du klar, aber du selbst hast Angst, mit deiner Idee oder deinem neuen Projekt zu scheitern? Diese Hürde der Selbstmotivation beleuchtet der nächste Artikel dieser Serie.

 

 

Merken

Hole dir kostenlose Impulse per E-Mail!

Du wünschst dir regelmäßige Updates, Infos und Inspirationen rund um die Erfolgsstrategien für Selbststarter? Dann trag jetzt einfach hier deine Mailadresse ein!

Kein Spam. Du kannst dich jederzeit wieder austragen.

5 Kommentare, sei der nächste!

  1. Es ist wirklich sehr wichtig, sich mit den richtigen Leuten anstatt mit Nörglern, Bremsern und Pessimisten zu umgeben.
    Was ich persönlich in dem Zusammenhang positiv erlebt habe, war eine Mastermind-Gruppe, in der ich mich regelmäßig mit befreundeten Unternehmerinnen und Unternehmern getroffen habe und wo wir uns gegenseitig unserer wöchentlichen Fortschritte auf dem Weg zu unseren Zielen berichteten. Positive Menschen um sich zu haben, tut, finde ich, auch der Seele gut, nicht nur dem Business und dem Erfolg.
    LG Kate

  2. Toller Bericht!

    Fakt ist, es wird immer Leute geben, die mit deinen Absichten nicht einverstanden sind. Und es wird auch immer Leute geben, die mit deinen Plänen nichts anfangen können. Das wichtige ist nur, dass du darüber stehen kannst. Wenn dir eine Sache so wichtig ist, dass allein der Gedanke daran dein Herz erwärmt, solltest du um kein Geld der Welt auf die Chance der Umsetzung verzichten.

    Liebe Grüsse,

    Doris

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*