Willst du arbeiten oder willst du etwas bewirken?

Persönliches Glück

Du wurdest nicht geboren, um ein kleines Rad im großen Getriebe eines Systems, eines Apparates zu sein. Die Gesellschaft hat dich dazu erzogen. Findest du den Mut, auszubrechen, du selbst zu sein und wirklich dein Leben zu leben?

Sagen wir’s deutlich: Das Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, das wir im vergangenen Jahrhundert aufgebaut haben, ist krank. Krank und kaputt, an so vielen Stellen, dass es lange dauern würde, sie aufzuzählen. Drei Beispiele sollen genügen:

  • Die Bildung: Eine Politikergeneration nach der nächsten verspricht bessere Bildung, investiert aber zu wenig. Anstatt individuelle Stärken jedes Kindes zu erkennen und diese zu fördern, betreiben wir mit gigantischem Aufwand die organisierte Gleichmacherei: Zentralabitur in den Ländern, Bachelor und Master in Europa. Alle sollen gleich sein, das Gleiche können, das Gleiche wissen. Wir leisten uns einen riesigen staatlichen Bildungsapparat – lassen aber reihenweise Schüler durchs Raster fallen, weil sie angeblich zu schlecht sind: Viele bleiben sitzen, einige bleiben ohne Abschluss, jeder vierte Schüler kommt nur mit Nachhilfe über die Runden.
  • Die Rente: Junge Menschen zahlen Jahr für Jahr einen kräftigen Batzen ihres Einkommens in die Rentenkasse – ob sie damit im Alter auch nur einen Bruchteil ihres Lebensstandards aufrechterhalten können, ist ungewiss, aber unwahrscheinlich. Also fordert man sie auf, privat vorzusorgen und schafft mit staatlicher Förderung und massenmedialem Segen Instrumente wie die Riester-Rente. Die meisten fallen brav drauf rein und merken nicht, dass bei vielen Tarifen durch hohe Verwaltungskosten weniger übrig bleibt, als hätten sie das Geld unterm Kopfkissen „angelegt“.
  • Arbeit & Gesundheit: Die Zahlen rund ums Gesundheitssystem sind schon lange erschreckend. Allein die Kosten, die durch psychische Leiden, Rückenprobleme und andere im Job entstehende Erkrankungen verursacht werden, sind eine Katastrophe für Wirtschaft und Gesellschaft. „Noch keinen Burnout gehabt? Du hängst dich wohl nicht voll rein!“ Ein eilig aufgesetztes Programm zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge dient als Ablass für viele Unternehmen. Ansonsten lautet das Motto: Es muss ja weiter gehen!

Aber muss es das? Muss es wirklich so weitergehen?

Zoomen wir einmal näher ran – von der gesellschaftlichen Perspektive hin zu dir ganz persönlich:

Bist du glücklich? Bist du zufrieden mit dir und der Situation in deinem Job, in deinem Leben?

Kannst du dich in deinem Job frei entfalten? Gehst du mit Freude zur Arbeit? Lernst du permanent und bildest dich weiter? Geht es dir finanziell gut und hast du das Gefühl, selbstbestimmt und verantwortungsvoll deine finanzielle Zukunft planen zu können?

Und die wichtigste Frage: Arbeitest du an etwas Großem, an etwas, das dir wichtig ist und für das du deine Talente und Stärken bestmöglich einsetzen kannst? Schaffst du etwas, das für dich und Andere einen Wert hat? Kannst du mit deiner Arbeit etwas bewirken?

Wenn du diese Fragen alle mit Ja beantworten kannst, gehörst du zu einer ziemlich kleinen Minderheit. Denn egal welche Statistiken und Umfragen man sich anschaut: Das Klagen über Arbeitsbedingungen, Karriere und Zufriedenheit im Job ist überall groß. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber ich merke auch in meinem persönlichen Umfeld, dass viele nicht glücklich sind mit ihrer Situation, ihrem Job, ihren Kollegen, ihrem Arbeitgeber.

Die Welt verändert sich – nutze den Moment!

Kein Wunder: Die Welt um uns herum steckt mitten in einem gigantischen Wandel. Globalisierung, Digitalisierung, Vernetzung. Alles ändert sich, nur in den Köpfen steckt noch das alte Muster. Wie per Gehirnwäsche wurde uns seit Jahrzehnten und Jahrhunderten eingetrichtert, uns brav anzupassen, uns einzugliedern und Anweisungen zu folgen.

Doch das Zeitalter der klassischen Industrie, der Fabriken, der hierarchisch gestrickten Konzerne geht zu Ende. Wir sind an einem Punkt, an dem sich etwas ändern kann, an dem sich etwas ändern muss.

Wenn das System kaputt ist, müssen wir es reparieren. Oder austauschen.

‚Mag sein, aber welchen Einfluss habe ich schon auf das System‘, denkst du jetzt? Stimmt, wenn du nicht gerade Konzernchef, Landes- oder Bundespolitiker bist, wird dein Einfluss vielleicht zu klein sein, unser Gesellschaftssystem auf den Kopf zu stellen. Meiner leider auch.

Aber ist das wirklich ein Grund, zu resignieren? Die Hände in den Schoß zu legen und zu sagen: „Das müssen dann wohl Andere richten“? Sicher nicht! Denn Veränderungen können nicht nur von oben nach unten, sondern auch von unten nach oben angestoßen werden.

Das Ganze fängt beim Einzelnen an. Es beginnt bei dir. Du selbst bist deines Glückes Schmied!

Für dein eigenes Leben – und auch für das Leben der Menschen in deiner direkten Umgebung – kannst und musst du Verantwortung übernehmen. Kein Chef, kein Politiker und auch nicht Gott kann dir diese Aufgabe abnehmen.

„It’s time to stop complying with the system and draw your own map.“ (Seth Godin, Linchpin*)

Anstatt die oben geschilderten Entwicklungen als Probleme zu sehen, kannst du darin auch Chancen erkennen. Hierin liegt der Unterschied zwischen einem Jedermann und einem wirksamen Menschen: in der Fähigkeit, positiv zu denken.

„Wirksame Menschen, auch wenn sie gelernt haben, konstruktiv zu denken, sind nüchterne Realisten; sie sehen die Probleme und Schwierigkeiten, sie neigen weder zur Beschönigung noch zur Verdrängung. Aber sie suchen vor allem nach Möglichkeiten und Chancen – selbst in den größten Problemen.“ (Fredmund Malik, Führen Leisten Leben*)

Es ist die Disziplin, nicht auf die Motivation durch Dritte zu warten, sondern sich selbst zu motivieren. Nicht im Leid zu verharren – schon gar nicht im Selbstmitleid.

Es ist die Einsicht, dass wir im Leben an der Stelle stehen, an der wir gerade stehen, weil wir uns dafür entschieden haben. Nicht das Schicksal, sondern eine Kette (mehr oder weniger) bewusster Entscheidungen hat uns bis hierher geführt.

Der einzige, der dir zum beruflichen und persönlichen Glück verhelfen kann, bist du!

Der richtige Zeitpunkt, um sich aus der Durchschnittlichkeit zu befreien und sich von der Masse abzuheben, ist genau JETZT. Es gibt keine Ausrede, keinen Grund zu warten. Und das Beste ist: Du hast es selbst in der Hand!

Im Grunde ist es eine einfache Entscheidung, die jeder von uns treffen muss. Wähle jetzt:

  1. Ich bleibe dem System lieber treu: Dienst nach Vorschrift. Um mich herum machen das alle so, mein Job ist ja auch gar nicht der schlimmste. Ich versuche einfach, nicht besonders aufzufallen. Und mit den Depressionen geh ich halt mal zum Arzt, das wird schon wieder.
  2. Ich nehme mein Leben selbst in die Hand und werde zum Selbststarter: Ich gebe mein Bestes bei allem was ich tue, ich arbeite mit Begeisterung an Dingen, die mir wichtig sind, und ich motiviere mich selbst und die Menschen um mich herum. Ich gestalte meine Zukunft selbstbewusst.

Du denkst, der zweite Weg ist nichts für dich? Du bist nicht der Typ dafür? Du brauchst Sicherheit und bist eher jemand, der Anderen folgt?

Das ist mir zu einfach. Ich höre das so oder ähnlich oft und glaube, das ist die bequeme und angepasste Form zu sagen: „Ich traue mich nicht.“ Es ist eben schwer in dieser Gesellschaft, anders zu sein und sich vom Mainstream abzuheben. ‚Die Kollegen sind ja alle in der gleichen Situation – wenn die es aushalten, halte ich es auch aus‘ . . . das Problem ist nur: Die Masse ist träge und die Masse ist dumm*.

Zu machen, was „die Anderen“ machen, mag die einfachste Lösung sein – die beste ist es sicher nicht!

Erfolg ist keine Eigenschaft, sondern ein Resultat unseres Tuns

Erfolgreiche Macher, Menschen mit steiler Karriere – sie alle haben bestimmt gewisse Ähnlichkeiten. Aber nur, weil du dich darin nicht sofort wiedererkennst, ist das kein Grund zu denken: ‚So ein Typ bin ich nicht.‘

Denn erfolgreiche Menschen lassen sich in keiner Weise darüber definieren, wer sie sind – sondern nur darüber, was sie tun. Es gibt ihn nicht, den erfolgreichen Unternehmer-Typen – das ändert auch kein Persönlichkeitstest der Welt.

„Was man also fragen sollte, ist nicht, ob jemand einem Idealprofil entspricht, sondern ob er oder sie gelernt hat, wirksam zu sein. Wirksame Menschen entsprechen keinen Anforderungskatalogen.“ (Fredmund Malik, Führen Leisten Leben*)

Egal, wer du bist – egal, was du bisher gemacht hast: Ich hoffe, du entscheidest dich dafür, das Steuer deiner Karriere und deines Lebens selbst in die Hand zu nehmen. „Raus aus dem Hamsterrad“, lautet das Motto – hier findest du einen klasse Erfahrungsbericht, wie das klappen kann.

Nur, wenn wir voran gehen und unser Leben, unsere Karriere selbst in die Hand nehmen, wenn wir Verantwortung übernehmen und den Willen haben, unsere Kreativität, unsere Fähigkeiten und Talente zu entfalten und in allem unser Bestes zu geben – nur dann können wir mitgestalten und vielleicht einen kleinen Beitrag leisten bei der Neuerfindung des Systems.

Warum ich glaube, dass dies am allerbesten in einer selbstständigen Tätigkeit möglich ist, darüber schreibe ich in einem der nächsten Beiträge. Und über die Hürden, mit einem eigenen Projekt endlich zu starten und wie man diese Hürden meistert, schreibe ich derzeit ein E-Book. Hinterlasse mir doch einfach im Formular unter diesem Artikel deine Mailadresse – und du bekommst als einer der ersten mit, wenn das (kostenlose) E-Book fertig ist!

Zum Abschluss möchte ich dir noch etwas mitgeben, das in diesem Zusammenhang besonders deutlich macht, wie wichtig die Entfaltung des eigenen Potentials für ein geglücktes Leben ist. In einem Buch hat die australische Krankenschwester Bronnie Ware darüber geschrieben, was die Menschen im Sterbebett am häufigsten bereuen. Die Antwort auf Platz 1 lautet:

„Ich hätte gerne den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben – und nicht das Leben, das Andere von mir erwartet haben.”

Ich wünsche dir viel Mut, viel Energie und viel Erfolg!

Alex

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7 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hi Alex,

    danke für diesen herrlichen Artikel! Das sind wirklich genau die Beobachtungen, die ich auch gemacht habe. Ich werde auch nie müde, zu betonen: „Du selbst bist deines Glückes Schmied!“

    Das letzte Zitat in deinem Artikel (von Bronnie Ware) ist wirklich erschütternd und traurig!

    Und vielen Dank auch für die Verlinkung, ich fühle mich geehrt! 🙂

    Liebe Grüße,
    Melina

  2. Hey Alex,

    toller Artikel! Ich kann deine Aussagen nur unterstreichen.
    Vor allem das Bildungssystem habe ich selber stark erlebt. Ich habe gesehen, wie es funktioniert und was es aus uns macht. Es ist echt erschreckend, was da abgeht. Das ist alles andere als ideal. Am schlimmsten finde ich aber, welche Auswirkungen das auf unser ganzes Leben haben kann und wie es uns einschränkt.
    Mir ist in letzter Zeit immer mehr klar geworden, wie wichtig es ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und seinen eigenen Weg zu gehen. Ich denke, dass ist die einzige Möglichkeit, sich nicht vom System einschränken zu lassen. Auch wenn es nicht immer ganz einfach ist.

    Viele Grüße,
    Johannes

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